Wie ein städtischer Haushalt entsteht
Vom Entwurf bis zur Umsetzung – in vier Schritten. Darunter erklären wir die wichtigsten Begriffe.
Die Verwaltung plant
Im Sommer und Herbst schätzt die Kämmerei Einnahmen und Ausgaben für das kommende Jahr.
Die Stadtverordneten beschließen
Die gewählte Stadtverordnetenversammlung berät den Entwurf und beschließt den Haushalt.
Die Aufsicht genehmigt
Die Kommunalaufsicht prüft, ob der Haushalt solide finanziert ist, und genehmigt ihn.
Die Stadt setzt um und berichtet
Im Lauf des Jahres vergleichen Controllingberichte die Pläne mit den tatsächlichen Ausgaben.
Die wichtigsten Wörter
Ergebnishaushalt
Alle laufenden Ausgaben und Einnahmen eines Jahres – z. B. Gehälter, Strom, Gebühren. Vergleichbar mit dem Haushaltsbuch einer Familie.
Finanzhaushalt
Zeigt, wann Geld tatsächlich fließt – auch für Investitionen und Kredite.
Investition
Geld für etwas, das viele Jahre genutzt wird: ein Neubau, eine Brückensanierung, ein Feuerwehrfahrzeug.
Kreis- und Schulumlage
Ein Beitrag, den alle Städte und Gemeinden an den Kreis zahlen. Der Kreis finanziert damit Aufgaben wie Schulgebäude und Sozialleistungen.
Schlüsselzuweisung
Geld vom Land, das Städte mit weniger eigener Steuerkraft unterstützt.
Doppik
Die kaufmännische Buchführung der Stadt. Demohausen nutzt sie seit 2009. Sie zeigt auch den Wertverlust von Gebäuden und Straßen.
Fehlbetrag
Wenn die Ausgaben eines Jahres höher sind als die Einnahmen. Er muss durch Rücklagen oder spätere Überschüsse ausgeglichen werden.
Vorläufige Haushaltsführung
Gilt, solange der neue Haushalt noch nicht genehmigt ist. Dann darf die Stadt nur Pflichtaufgaben und begonnene Vorhaben bezahlen.
Gut zu wissen
Nur begrenzt. Viele Ausgaben sind gesetzlich vorgegeben, etwa die Kreis- und Schulumlage oder Personal für Kitas. Frei entscheiden kann die Stadt nur über einen kleineren Teil – und jede zusätzliche Ausgabe muss an anderer Stelle eingespart oder finanziert werden.